Die Transformation der kommunalen Energieversorgung ist der Schlüssel zur Erreichung der Klimaziele. Städte und Gemeinden stehen vor der Aufgabe, den Bedarf an Strom, Wärme und Mobilität durch ein intelligentes Zusammenspiel verschiedener Technologien und erneuerbarer Primärenergien effizient zu decken.
Die höchste Effizienz entsteht nicht durch den Einsatz einzelner Technologien, sondern durch deren sektorielle Kopplung. Die Wärme-Kraft-Kopplung ist das zentrale Element dazu, um mit regel- und erneuerbarer Strom- und Wärmeproduktion die Schwankungen der übrigen erneuerbaren Technologien in idealster Weise zu ergänzen.
Viele Wärmeverbünde basieren heute auf KVA-Abwärme, Holzenergie, Umweltwärme, industrieller Abwärme oder grossen Wärmepumpen. Für Spitzenlast, Redundanz und sehr kalte Tage stehen jedoch häufig weiterhin Gaskessel bereit. Genau hier bietet WKK einen zusätzlichen Nutzen: Statt Gas nur in Wärme umzuwandeln, erzeugt ein BHKW gleichzeitig Strom und Wärme.
Die Wärme fliesst direkt ins Fernwärmenetz, während der Strom für Wärmepumpen, Pumpwerke, Energiezentralen, Quartiere, Ladestationen für Fahrzeuge oder das öffentliche Netz genutzt werden kann.
Besonders im Winter ist das relevant: Wenn der Wärmebedarf hoch ist und die Fotovoltaikanlagen wenig produzieren, liefern die WKK-Anlagen planbare elektrische Leistung und gleichzeitig wertvolle Wärme.
So entsteht praktische Sektorenkopplung auf Ebene Agglomeration, Stadt oder Quartier. Seewasser-, Abwasser- oder Grundwasser-Wärmepumpen, Data-Center-Abwärme, Wärme- und Stromspeicher, BHKW, PV-Anlagen und das Stromnetz werden nicht isoliert betrieben, sondern zu einer flexiblen Energiezentrale verbunden. Das erhöht Effizienz, Versorgungssicherheit und höchste Flexibilität im Betrieb.
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Unsere fakten in Kürze.
Ein Energiekonzept für Städte, Gemeinden und einzelne Quartiere beginnt mit Erstellen des Bedarfsprofils und dem Erkennen, welche Energiequellen im Zielgebiet vorhanden und/oder erschlossen werden können. Daraus lässt sich rasch ein ganzheitliches Energiekonzept entwickeln, welches die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Industrie- und Gewerbebetriebe mit den vorhandenen Potenzialen abdeckt.
Dezentrale Wärmepumpen nutzen die dortigen Umwelt- oder Abwärmequellen und stellen die Grundwärmeversorgung des Zielgebiets sicher. Gleichzeitig benötigen die Einwohner, Gewerbe und Industrie Strom, welcher in der Heizperiode nicht vollständig von Fotovoltaikanlagen bereitgestellt werden kann. Hier bietet die Wärme-Kraft-Kopplung die ideale Ergänzung. Mit erneuerbarem Gas wird genau die Menge Strom produziert, um das Stromnetz stabil zu halten. Die gleichzeitig produzierte Wärme wird in das Nah- oder Fernwärmenetz eingespeist.
Statt einen Öl- oder Gaskessel nur für Spitzenlastwärme zu betreiben, erzeugt das Blockheizkraftwerk dank intelligenter Steuerung und Schnittstellen zu europäischer Wetterprognose und Strombörse vorausschauend gleichzeitig Wärme und Strom.
Die Kombination mit Wärmepumpen bietet die höchste Flexibilität und Primärenergie-Effizienz. Steht bspw. zu wenig Umwelt- oder Abwärme für den Bedarf des Zielgebietes zur Verfügung, leistet das BHKW die fehlende Wärmemenge.
Zusätzlich schafft WKK Flexibilität. BHKW können rasch starten, modulieren und auf Bedarf reagieren. Damit eignen sie sich auch für netzdienliche Betriebsstrategien, Spitzenlastmanagement oder Regelenergie. In Verbindung mit Wärme- und Stromspeichern entsteht ein Multi-Energy-Hub, der Strom, Wärme, Gas, Speicher und Umweltenergie intelligent koppelt.
Für Städte und Gemeinden bedeutet das: höchste Effizienz, soziale Akzeptanz, bessere Nutzung bestehender Infrastrukturen, zusätzlicher Winterstrom, zusätzliche Potenziale und Ausbau der Quartier-Wärmeversorgungen und mehr Versorgungssicherheit bei gleichzeitig minimalen Eingriffen in die Lebensräume des Zielgebiets. Damit leisten Städte und Gemeinden einen Beitrag, um die Abhängigkeit von Stromimporten im Winterhalbjahr zu reduzieren und die Leistungen der ausländischen Grosskraftwerke zu verringern.
IWK begleitet solche Projekte von der Konzeptstudie bis zum Betrieb: Last- und Wärmenetzanalyse, BHKW-Auslegung, Einbindung in Fernwärmezentralen, Kombination mit Wärmepumpen, Speicherintegration, Regelenergie- und Betriebsstrategie, Emissionskonzept, Leittechnik, Service und langfristige Optimierung.
WKK liefert planbaren Strom genau dann, wenn PV-Erträge tief und Wärmebedarf hoch sind. Das stärkt die Versorgungssicherheit im Winter und reduziert die Abhängigkeit von Importen.
Die nachts produzierte BHKW-Wärme lässt sich direkt in Fernwärmenetze, Energiezentralen oder Wärmespeicher einspeisen. Der gleichzeitig produzierte Strom lädt die Batterien der Elektrofahrzeuge, während deren Nutzer die Behaglichkeit der warmen Stube geniessen. Durchleitungsverluste reduzieren sich auf die kommunalen Netze.
Ein BHKW kann fossile Spitzenlastkessel ergänzen oder teilweise ersetzen. Statt nur Wärme entsteht gleichzeitig wertvoller Strom.
BHKW sind schnell regelbar und können netzdienlich betrieben werden. Das eröffnet Potenzial für Spitzenlastmanagement, Regelenergie und flexible Betriebsmodelle.
Möchten Sie Ihre Wärmeversorgung zur flexiblen Energiezentrale weiterentwickeln? Wir zeigen Ihnen, wie WKK, Wärmepumpen, Speicher und erneuerbare Gase optimal zusammenspielen.
Biogas
Kläranlage
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Die Kläranlage Aarau verfügte bereits über zwei BHKW-Module, als eines davon am Ende seiner Lebensdauer
Motortyp
agenitor 406-B
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